Die Rasterdatenbank rasdaman wird ab diesem Herbst als Open Source Software, also mit kostenfreiem Zugang zum Quellcode, zur Verfügung gestellt. Datenanbieter können damit erstmalig unbeschränkte Rasterdaten-Volumina vollständig auf Basis kostenfreier Software bereitstellen. Durch den Beitrag kompetenter Entwickler weltweit ist absehbar, dass sich die Technologie noch schneller weiterentwickeln wird. Rasdaman ist seit vielen Jahren in Geo-Rasterdiensten bewährt, beispielsweise als schneller, OGC-konformer Web Map Service.
Bremen, 29.8.2008 - Rasdaman ("raster data manager") erweitert die Funktionalität von Standard-Datenbanken um flexible, performante Speicherung und Abfrage von multi-dimensionalen Rasterdaten. Eine Raster-Anfragesprache, rasql, ergänzt die Datenbanksprache SQL um Rasteroperationen für browserbasierte Navigation, gezielten Download und umfangreiche ad-hoc-Datenanalyse. Spezielle Speicherstrukturen sorgen für den effizienten Zugriff auf die Rasterdaten, welche in einem Standard-Datenbanksystem wie Oracle, DB2 oder PostgreSQL abgelegt sind. Im Laufe langjähriger Forschungsarbeiten wurden hocheffektive Performance-Optimierungen entwickelt, beispielsweise transparente Hardware- und Software-Parallelisierung.
OGC-konforme Schnittstellen sorgen für interoperablen Zugriff, so dass sich rasdaman organisch in vorhandene Dienste-Infrastrukturen einbettet. Beispielsweise lassen sich rasdaman-Kartenlayer in einfacher Weise in ArcGIS/ArcView einbinden. Durch die einheitliche Behandlung multi-dimensionaler Daten ist rasdaman besonders für die integrierte Bereitstellung heterogener Sensordaten geeignet. Für europäische Behörden dürfte besonders interessant sein, dass rasdaman bereits heute die Performance-Richtlinien von INSPIRE für Rasterdienste deutlich übertrifft.
Beispielsweise verwaltet das französische Nationale Geographische Institut (IGN-F) in Paris seine Luftbilddatenbank auf Basis von rasdaman und PostgreSQL. Das Speichervolumen des Luftbild-Objekts beträgt etwa 13 Terabyte. Im Laufe des inzwischen mehrjährigen Betriebs hat sich vor allem die Stabilität und Flexibilität dieses Service-Stacks erwiesen.
"Derzeit restrukturieren wir den Code, um ihn danach zum kostenfreien Download anzubieten", erklärt Prof. Peter Baumann, Erfinder und Chefarchitekt von rasdaman. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit von Jacobs University Bremen und die Forschungsausgründung rasdaman GmbH, welche das System bisher kommerziell betreut. Künftig wird die rasdaman GmbH Beratung anbieten sowie Optimierungsmodule, welche die Echtzeit-Performance von rasdaman erzielen. Jacobs University Bremen wird im Zuge ihrer kontinuierlichen Mitarbeit in der Geo-Standardisierung des Open GeoSpatial Consortiums (OGC) offene Schnittstellen implementieren und quelloffen beitragen. "Wir freuen uns auf eine große Community, um die rasdaman-Technologie gemeinsam noch weiter zu entwickeln".
Datenbanken haben sich weltweit seit Jahrzehnten bewährt und proprietäre Lösungen sukzessive verdrängt. Rasdaman erschliesst die Vorteile von Datenbanken nun auch für Rasterdaten: Informationsintegration zur einheitlichen Verwaltung; Flexibilität, um auch die Aufgaben von morgen mit der Investition von heute zu lösen; Skalierbarkeit, damit einfache Einstiegslösungen mit den Anforderungen mitwachsen können. Zusätzlich sind alle Datenbank-Tools (etwa für selektive Sicherung und Performance-Optimierung) sofort einsetzbar. Im Falle des kostenfreien Datenbanksystems PostgreSQL ist insbesondere der weithin verwendete, leistungsstarke PostGIS-Aufsatz interessant. "Datenbank-Hersteller haben Tausende von Personenjahren in die Entwicklung moderner Datendienste investiert, da kann eine ad-hoc-Implementierung erfahrungsgemäß weder in der Reife noch im Funktionsumfang mithalten", erklärt Peter Baumann. Allerdings bietet derzeit kein Datenbanksystem multidimensionale Raster-Mehrwertdienste an; diese Lücke schließt rasdaman.
Die rasdaman-Technologie ist aus Forschungsarbeiten an der TU Darmstadt, der TU München und der Jacobs University Bremen entstanden, gefördert durch mehrere EU-Projekte sowie die Bremer Innovationsagentur (BIG).
Neben der visuellen Navigation müssen Online-Rasterarchive künftig auch Prozessierungs-, Download- und Analysefunktionalität bieten. Das Geodienste-Standardisierungsgremium Open GeoSpatial Consortium (OGC) hat jetzt eine Erweiterung des Rasterdienste-Standards WCS entwickelt, welcher eine flexible Raster-Anfragesprache bietet. Dieser Web Coverage Processing Service (WCPS) wird auf der INTERGEO zusammen mit seiner Referenzimplementierung vorgestellt werden.
Bremen, 29.8.2008 - WCPS definiert eine Raster-Anfragesprache als Zugangsschnittstelle, mittels derer eine Anwendung unbeschränkt komplexe Requests formulieren kann. Dabei erlaubt WCPS, mehrere Rasterobjekte gleichzeitig anzusprechen und zu verknüpfen, beispielsweise für Sensorfusion.
WCPS ist seit August 2008 offizieller OGC-Standard. Die Spezifikation wurde in 2006 als Best Practice Paper erstellt, im Juni 2008 von der OGC Web Coverage Service (WCS) Standards Working Group als Standard vorgeschlagen und danach mit der üblichen 30-tägigen "public review period" offengelegt. Auf der Intergeo 2008 in Bremen wird die WCPS-Referenzimplementierung auf dem Stand 4.124 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Mit WCPS als Prozessierungs-Erweiterung des Rasterdienstes WCS komplettiert OGC die Extraktions- und Bearbeitungsdienste auf den Geo-Basisdatentypen, analog zum Filter Encoding des Vektordienstes WFS und der OGC Common Query Language des Metadatendienstes CS-W.
WCPS bettet sich organisch in den OGC Web Processing Service (WPS) ein, indem es diesen um spezielle Raster-Semantik erweitert. Im Gegensatz zum generischen WPS ist WCPS allerdings für das Semantische Web konzipiert: seine maschinenverständliche Sermantik erlaubt automatisches Auffinden, Kaskadierung und Orchestrierung.
Unter der Leitung von Prof. Peter Baumann und mit Beteiligung von US-Experten wurde WCPS an der Jacobs University Bremen entwickelt, basierend auf den langjährigen Erfahrungen mit der Raster-Datenbank rasdaman. Es ist geplant, die Referenzimplementierung nach Fertigstellung auf Open-Source-Basis zur Verfügung zu stellen.
"Software- und Datenanbieter können künftig wählen", erklärt Peter Baumann. "Mit WCS steht die Basisfunktionalität für den Zugriff auf Rasterarchive zur Verfügung, während WCPS zusätzlich flexible Verarbeitungsleistung auf denselben Datenvorräten bietet."
Eine Reihe von Datenanbietern hat bereits großes Interesse an WCPS gezeigt. Amerikanische Unternehmen prüfen derzeit, eigene WCPS-Implementierungen auf den Markt zu bringen.
"Auf Basis der klar definierten Funktionalität von WCPS interessiert uns besonders Performance-Optimierung - hier konnten bereits erstaunliche Resultate gemessen werden", so Peter Baumann weiter. In einem internationalen Team erforscht er unter anderem intelligente Beschleunigungstechniken auf kostengünstiger Hardware.
Bremen, 29.8.2008 - Flexible Rasterdienste sind ein topaktuelles Thema angesichts der Fülle verfügbarer wertvoller Sensordaten. Auf der INTERGEO in Bremen zeigt die rasdaman GmbH in Gemeinschaft mit der Jacobs University Bremen auf dem Stand 4.124 die soeben freigegebene Version 7.0. Neuartige Hardware- und Software-Optimierungstechniken beschleunigen rasdaman noch weiter und machen es zur schnellsten heute verfügbaren Rasterdatenbank. Weiterhin wird die Referenzimplementierung des OGC Web Coverage Processing Service (WCPS) Standards vorgestellt.
Zeitgleich zur Intergeo 2006 findet in München der 25. International FIG Congress statt. Über den Stand von WCS (Web Coverage Processing Service) und WCPS (Web Coverage Processing Service) berichtet Prof. Baumann in Session TS 85 - Standards, 16:00 - 17:30, Raum 04b.
Abstract
Earth sciences more and more get aware of the added value resulting from integrated data services providing uniform, cross-discpline access. For 2-D maps this is getting common already, with many services being in operation or under construction. Not only from a data volumeaspect, raster data form an important part of the data assets to be served.
Actually, 2-D imagery is but the tip of the iceberg - the general concept of multi-dimensional spatio-temporal raster data covers 1-D sensor time series, 2-D imagery, 3-D image time series (x/y/t) and exploration data (x/y/z), 4-D climate models (x/y/z/t), and many more. Data sizes frequently are extremely high, amounting to multi-Terabyte volumes for single objects.
Standardization of interoperable geo services is undertaken by the Open GeoSpatial Consortium (OGC), in liaison with ISO. The OGC Web Coverage Service (WCS) is the standard for basic retrieval from large-scale, multi-dimensional raster data, in domain speak: coverages. Recently an initiative has started on a Web Coverage Processing Service (WCPS) allowing, based on the conceptual model of WCS, to submit QL-style requests for online data navigation and analysis in a set-oriented coverage expression language. WCPS currently is an OGC approved Discussion Paper. A reference implementation has been accomplished, based on the rasdaman raster server middleware which also allows to study optimization of WCPS queries.
This paper presents the WCS and WCPS concepts with the intent of involving as many relevant communities as possible at an early standardization stage to gain feedback and comments, and also to stipulate research in this area.
München, 07. September 2006
- Seit Jahren steht der Name rasdaman international für Innovation und Leistungsfähigkeit bei Geo-Rasterdiensten. Auf der diesjährigen INTERGEO zeigen wir Neuerungen um rasdaman zusammen mit der International Unversity Bremen (IUB). Schwerpunktthema werden OGC-konforme Dienste sein; insbesondere wird die WCPS-Referenzimplementierung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Sie finden uns in Halle C3, Stand C3.3420 (Gemeinschaftsstand der CeGi GmbH). Demonstriert werden unter anderem übergreifender, einheitlicher Zugriff auf multidimensionale Daten aus Kartographie, Fernerkundung, Ozeanographie, und Klimaforschung; Online-Analysefunktion auf all diesen Daten unter Benutzung von OGC-Standards; uniforme Ablage der Daten in der Open-Source-Datenbank PostgreSQL sowie den Produkte Oracle, IBM DB2 und IBM Informix.
Auf dem parallelen FIG-Kongress wird Prof. Baumann am Donnerstag, den 12.10. zum Status der Raster-Standardisierung in der OGC referieren (Session TS 85 - Standards, 16:00 - 17:30, Raum 04b).
Wie die Erfahrung zeigt, ist es vorteilhaft, sich vorab einen Besuchstermin zu reservieren. Gerne stehen wir dazu zur Verfügung.
Saint Mandé, 17. August 2005
- Das französische Nationale Geographische
Institut (Institut Géographique National, IGN-F) baut derzeit auf Basis
von rasdaman Geodatendienste für seine Geodaten-Archive auf. Die
Ablage der Rasterdaten erfolgt in der relationalen Datenbank
PostgreSQL. Weltweit erstmalig werden damit Multi-Terabyte große
Rasterdaten in einer Open-Source Datenbank abgelegt.
"Rasdaman wurde vor den Mitbewerbern wegen seiner Fähigkeit ausgewählt,
Bilder schnell in relationalen Datenbanken zu speichern und zu lesen",
sagt Projektleiter Didier Richard und betont die Anforderung des IGN-F,
datenbankseitig komplett Open-Source-Software einzusetzen.
Die digitalen Daten umfassen Orthophotos (7 Terabytes) und Vektordaten
für das französische Teritorium, bestehend aus dem Festland und den
Übersee-Gebieten. Von den 550.000 TIFF-Bildern sind bereits 10%
importiert. Die ersten Importe geschahen unter PostgreQSL 7.2;
zwischenzeitlich ist IGN-F innerhalb eines einzigen Tages erfolgreich
auf PostgreSQL 8.0 migriert.
Ein rasdaman-gestützter Web Map Service (WMS) in Verbindung mit der
quelloffenen Software Geoserver erlaubt IGN, den Web-Clients
kombinierte Bild- und Vektordaten anzubieten. Der rasdaman-WMS wird
nicht nur intern erfolgreich eingesetzt, sondern ist zusätzlich
Bestandteil des SDIGER-Projekts zur Implementierung der INSPIRE Water
Framework Directive entlang der spanisch-französischen Grenze.
"Durch seine Implementierung des WMS OGC Standards hat rasdaman
gezeigt, dass OGC-Standards und ihre Implementierungen den Produzenten
hochvolumiger Daten erlauben, ihre Geodaten in kurzer Zeit online zu
bringen." bewertet Didier Richard.
Die Durchführung des Gesamtprojekts erfolgt unter der Leitung des
GIS-Integrators Général d'Infographie, Paris.
Daß die Ablage von Rasterdaten in relationalen Datenbanken nicht
nur
möglich, sondern sogar sehr vorteilhaft ist, hat sich inzwischen
herumgesprochen. Mit rasdaman konnte nunmehr
gezeigt werden, dass nicht nur die Großdatenbanken der Marktführer,
sondern auch quelloffene Datenbanken wie PostgreSQL
Multi-Terabyte-Rasterobjekte
stabil und performant verwalten können. Damit lassen sich
rasterbasierte Geo-Dienste ab sofort wesentlich kostengünstiger als
bisher realisieren.
"Die Programmierung des rasdaman-Adapters war für unsere Entwickler
sehr problemlos", erläutert Prof. Baumann die Erfahrungen der rasdaman
GmbH mit PostgreSQL,
"ebenso ist Installation und Betrieb des Datenbanksystems angenehm
einfach - ein wichtiger Entscheidungsfaktor für unsere sehr
preisbewußten Kunden."
Inzwischen ist die rasdaman/PostgreSQL-Kombination intensiv sowohl mit
großen Datenvolumina als auch mit unterschiedlich-dimensionalen Daten
(1D bis 4D) getestet worden. Das französische
Nationale Geographische Institut (IGN-F) in Paris als Pilotkunde hat
ebenfalls erfolgreich umfangreiche Tests vorgenommen.
Eingesetzt wurde auf Wunsch des Pilotkunden IGN-F die PostgreSQL
Version 7.4.6;
inzwischen setzt IGN-F jedoch auch Version 8.0 erfolgreich ein.
Seitens der International University Bremen (IUB) sind systematische
Benchmarks in Vorbereitung.
Ein nächster Einsatz von PostgreSQL ist die Verwaltung
fünfdimensionaler
Klimadaten im Rahmen des OGC Interoperability Experiments GALEON.
Die Eignung des OGCWeb
Coverage Service
(WCS) Standards für bis zu fünfdimensionale Klimasimulationen soll
jetzt unter Mitwirkung der International University Bremen im
OGC Interoperability Experiment (IE) GALEON untersucht werden.
Der OGC Web Coverage
Service Standard (WCS) erlaubt die Abfrage von zwei- und
höherdimensionalen gleichermaßen und bietet damit die ideale
standardkonforme Plattform für multidimensionale
Geodienste. Neben konventionellen 2D-Bildern rücken zunehmend auch
komplexere, noch großvolumigere Daten
ins Blickfeld offener Geostandards.
Auf Initiative der
US-amerikanischen University
Corporation for Atmospheric Research (UCAR), einer 1960 gegründeten
Non-profit Organisation von über 100
US-Universitäten, welches u.a. das National Center for Atmospheric
Research
(NCAR) betreibt, soll die Eignung von WCS für hochdimensionale
raum-zeitliche Daten
untersucht werden. Dazu hat die Unidata-Gruppe von UCAR das GALEON-IE
initiiert.
Neben Unidata/UCAR nehmen weltweite Kooperationspartner an GALEON teil,
unter anderem NASA, JPL, CadCorp, ESRI, CCLRC (UK) sowie US- und
europäische Unversitäten, darunter International University Bremen
(IUB). Unter der Federführung von Unidata/UCAR konzentrieren sich die
Partner
auf unterschiedliche Aspekte; der Beitrag der IUB besteht darin, auf
Basis von rasdaman
die
effiziente Verwaltung der 5D-Klimadaten in der Open-Source-Datenbank PostgreSQL zu
untersuchen.
GALEON wird eine Geo-Schnittstelle zu
multidimensionalen Datensets auf Basis der WCS 1.0 Spezifikation
implementieren; die Daten liegen im bisher üblichen Format netCDF vor.
Die WCS-Schnittstelle wird dabei als zusätzliche Softwareschicht
realisiert werden, welche auf den Client/Server- und
Katalog-Protokollen aufsetzt, die sich bereits in großem Umfang in der
atmosphärischen und ozeanographischen Forschung im Einsatz befinden.
Insbesondere werden die weit verbreiteten OPeNDAP Server eingesetzt,
welche Zugang zu netCDF-Datensets bieten, sowie die beigeschalteten
THREDDS Server, welche Metadaten zu den Datensets bereitstellen. Das
Projekt
wird untersuchen, inwieweit Daten und Metadaten aus OPeNDAP/THREDDS
Servern auf die WCS Spezifikation abbildbar sind. Ziel ist, durch
Lösung der Interoperabilitätsfragen die Lücke zwischen atmosphärischen,
ozeanographischen und GIS-Datennutzern zu schließen.
GALEON leistet damit einen wichtigen Beitrag in Richtung
Interoperabilität existierender Datendienste in den atmosphärischen und
ozeanographischen Wissenschaften.
Der offizielle Start von GALEON erfolgte kürzlich; die Ergebnisse
werden zum Jahreswechsel zur Verfügung stehen, unter anderem mehrere
frei zugängliche WCS-Server. Als Datenmaterial nutzt GALEON die
umfangreich vorhandenen Resultate
aus numerischen Modellrechnungen. Zu den betrachteten physikalischen
Parametern zählen Temperatur, Druck, relative Feuchtigkeit und andere.
Ein Kommunikee über die beabsichtigte künftige Zusammenarbeit haben das Hessische Landesvermessungsamt (HLVA), vertreten durch den Präsidenten Dipl.-Ing. Wulf Schröder, und rasdaman GmbH, vertreten durch Dr. Peter Baumann, unterzeichnet.
Das HLVA beabsichtigt, gemeinsam mit rasdaman GmbH eine engere Zusammenarbeit zu etablieren. Dazu sollen zukunftsorientierte Wege zu einer marktgerechten Einbindung der Geobasisdaten in anwendergerechte Geo-Lösungen beschritten werden. Beide Partner haben voneinander im Rahmen der bisherigen Zusammenarbeit positive Erfahrungen gewonnen und wollen weitere gemeinsame Maßnahmen ergreifen.
Basierend auf der langjährigen Kompetenz beim Aufbau und der Aktualisierung von Geobasisdaten strebt das HLVA ein Kompetenz- und Leistungsnetzwerk an, in dessen Verbund die Geodatennutzer und optimal betreut werden können. Es liegt daher im Interesse des HLVA, seinen Nutzern in Zusammenarbeit mit entsprechend kompetenten Partnern ganzheitliche Unterstützung zu leisten. Angesichts der Interessenlage im Markt für Geoinformation und zur Nutzung von photogrammetrischen Daten halten rasdaman GmbH und HLVA ein gemeinsames Vorgehen zur lösungsorientierten Nutzung von Geobasisdaten und geeigneter Geo-Software für sinnvoll, vom wertneutralen Hinweis auf existierende Technologie bis zu gemeinsamen dedizierten Projekten.
Kontakt: Dr. Ralf Borchert, HLVA; Dr. Peter Baumann
Für die nächste Version von rasdaman wird eine Schnittstelle gemäß der OpenGIS-Spezifikation Web Coverage Service (WCS) verfügbar sein. Der WCS ist speziell für den Web-basierten Zugriff auf grosse multidimensionale Rasterdaten konzipiert. Nach der Veröffentlichung der Version 1.0.0 dieses Standards Ende 2003 und nachfolgender Klärung einiger Punkte erfolgt nun die Realisierung.
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Die Implementierung wird stark erleichtert durch die Tatsache, dass die entsprechende Funktionalität im rasdaman-Server bereits vorhanden ist; tatsächlich wurde sie bisher bereits im Rahmen der rasdaman-Exportwerkzeuge genutzt. Da der WCS-Dienst im wesentlichen eine Umcodierung der Request-Parameter in eine Datenbankanfrage bedeutet, ist gleichzeitig höchste Performanz gewährleistet, und der intelligente serverseitige Optimierer läuft routinemässig auch über die WCS-Anfragen.
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Die Geschäftsführung der rasdaman GmbH ist aktiv an der Entwicklung der WCS-Spezifikation beteiligt.
Der Gründer und Geschäftsführer der rasdaman GmbH, Dr. Peter Baumann, wurde in diesem Sommer als Professor für Informatik an die International University Bremen berufen. In seiner Begründung der Berufung nennt IUB seine Innovationen auf dem Gebiet der Rasterdatenhaltung, auf denen er eine weltweit führende Position einnimmt, sowie sein kombinierter Hintergrund in Forschung und Industrie als Basis für besonders effizienten und effektiven Wissenstransfer.
Für die Forschung auf dem Gebiet Rasterdatenhaltung bietet die IUB besonders attraktive Rahmenbedingungen - bereits auf dem modernst ausgestatteten Campus sind viele relevante Anwendungsgebiete vertreten, dazu kommen einschlägige internationale Verflechtungen mit Forschung und Industrie. IUB begrüsst in diesem Zusammenhang ausdrücklich Prof. Baumanns Kombination von industrieller mit Forschungstätigkeit. Sowohl Unternehmen als auch Universität sehen eine befruchtende Wechselwirkung voraus. Inzwischen haben sich bereits internationale Forschungskooperationen ergeben bzw. konnten fortgesetzt werden. Dazu zählen das International Consortium on Continental Margins (IRCCM) und Rutgers University.
International University Bremen (IUB) ist eine private Universität mit konsequent internationaler Ausrichtung (derzeit Studenten aus 70 Nationen). Damit ergeben sich für deutsche Unternehmen hervorragende Möglichkeiten, weltweit selektierte Spitzenkräfte mit fundierter, praxisorientierter Ausbildung direkt vor Ort zu rekrutieren. Studentische Industriepraktika erlauben für beide Seiten ein Kennenlernen im Rahmen fokussierter Projektarbeit.
Vom 7. bis 10. November 2004 findet die 19. Internationale CODATA-Tagung
"The Information Society: New Horizons for Science" mit anschließender
General Assembly (11./12. November) in Berlin statt. Als Komitee des
International Council of Science ICSU widmet sich CODATA
(Committee on Data for Science and Technology) den fachübergreifenden Themen der
Internationalen wissenschaftlichen Unionen (IGU, IUPAC, IUBS, IUPsyS, IUSS
etc.) sowie der World Data Center, Cultural Heritage und Science Data
Services. Neben dem Erfahrungsaustausch von Best Practice der
interdisziplinären Fachanwendungen stehen daher Fragen des Urheberrechtes,
von Open Access, Archiving, Netzen, Metainformation und viele mehr.
Dr. Baumann, Gründungsmitglied von CODATA Germany, wird in seinem Vortrag
"Cross-domain Database Support for Large-Scale Scientific Raster Data Sets",
wie sich effektive Rasterdatenhaltung in das moderne Wissensmanagement einbettet.
Die Rolle der technisch-wissenschaftlichen Daten für die
Informationsgesellschaft prägt diese Tagung. Bereits zum WSIS
Genf 2003 hat sich CODATA aktiv eingebracht; Ergebnisse der Berliner Tagung
fließen in die Vorbereitung zum WSIS Tunis 2005.
Bekanntlich arbeitet der Raster-Server rasdaman als Middleware, welche
Rasterdaten effizient in relationalen Datenbanken über
Standard-Schnittstellen verwaltet. Manchmal werden wir gefragt, warum
rasdaman nicht als objektrelationale Erweiterung realisiert wurde. Im
folgenden sei kurz skizziert, warum rasdaman einem solchen Ansatz überlegen
ist.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Der wichtigste ist: die Definition neuer
Datentypen kann Optimierung und Skalierbarkeit blockieren. Warum ist das so?
Interne Optimierungen, welche gerade Datenbanken so performant machen,
benötigen Freiraum. Dieser entsteht, in dem die Anfrage beschreibt, wie das
Ergebnis aussieht, aber nicht den Algorithmus dazu vorgibt. Genau solche
Festlegungen geschehen aber beim Programmieren objektrelationaler Datentypen
häufig, und insbesondere bei Rasterdaten - schliesslich dachten die
Implementierer der objektrelationalen Erweiterbarkeit an kleine Einheiten
wie Adressdatensätze, nicht an Multi-Terabyte-Objekte. Die üblichen
Optimierungstechniken greifen daher nicht.
Vergleichende experimentelle Untersuchungen des französischen Nationalen
Geographischen Instituts (IGN) bestätigen deutliche Performance-Einbrüche
bei der Verwaltung von Geodaten in marktführenden Datenbanken, wie das IGN
berichtet. Von der Datenbank-Forschung wird dies nachdrücklich untermauert.
Prof. Sunita Sarawagi, Expertin in Raster-Datenbanken, erläutert:
"Summarizing, encapsulation of data and operations inside objects or ADTs
affect query evaluation: optimization by the DBMS becomes infeasible. Small
proof-of-concept applications may very well be simpler to build with an
OODBMS. But, it is unlikely that these applications will scale up to large
volumes of data." Arjen de Vries (CWI, Niederlande) bekräftigt diese
Ergebnisse in seiner Dissertation.
Nach unserer Erfahrung lassen sich bereits einfache WMS-Overlay-Anfragen nur
mit den speziellen rasdaman-Optimierungstechniken signifikant beschleunigen.
Der Unterschied macht sich umso dramatischer bemerkbar, je größer die
bearbeiteten Volumina und je komplexer die Anfragen sind. Hingegen beweisen
Benchmarks der TU München, dass der rasdaman/DBMS-Datentransfer keinen
Engpass bildet. Das manchmal geäußerte Argument, objektrelationale
Implementierungen seien effizienter, weil sie "direkt im Datenbank-Kern"
ausgeführt würden, ist damit nicht nur widerlegt, vielmehr ist die
Überlegenheit der rasdaman-Architektur argumentiert.
Digitale 3D-Geodaten bilden einen zentralen Trend in Praxis, Forschung und
Lehre. Dynamik und Aktualität des Gebiets machen es allerdings schwer, sich
einen Überblick zu verschaffen. Um dem abzuhelfen, entstand unter der
Leitung von Prof. Volker Coors (FH Suttgart, Hochschule für Technik) und
Prof. Alexander Zipf (FH Mainz) ein Kompendium "3D-Geoinformationssysteme".
Der Geschäftsführer der rasdaman GmbH, Dr. Baumann, hat auf Einladung der
Herausgeber die beiden Teile Modellierung und Analysetechniken für
3D-Rasterdaten in Geodatenbanken übernommen.
Ziel des Buches "3D-Geoinformationssysteme" ist es, einen Überblick über
Erfassung, Verwaltung, Analyse und Visualisierung digitaler 3D Geodaten zu
bieten. Weiterhin wird im Hauptteil "Anwendungen" des Buches das Potential
von 3D-GIS durch Beispiele aus verschiedenen Anwendungsbereichen vorgestellt
und der Einsatz von 3D-GIS für unterschiedliche Aufgaben exemplarisch
verdeutlicht. Hierbei reicht das Spektrum von 2,5D-Visualisierung über
DGM-Analysen bis zu Volumen-3D-GIS.
Das Buch wendet sich an Anwender, Wissenschaftler und Studenten der
Fachrichtungen Geoinformatik, Geodäsie, Kartographie, Geo- und
Umweltwissenschaften, Landschaftsarchitektur und -planung u.v.m.
"3D-Geoinformationssysteme" erscheint demnächst im Wichmann Hüthig
Verlagsprogramm im Programmteil "Geoinformationssysteme".
Das 50. Treffen des OpenGIS COnsortium (OGC) fand vom 15. bis 18. Juni in
Southampton / UK beim britischen Ordnance Survey statt - ein Grund, neben
der Standardisierungsarbeit auch entsprechend zu feiern. Hier einige
Ergebnisse und Beschlüsse aus dem Treffen.
Zwei neue Arbeitsgruppen wurden etabliert: Die University Working Group (WG)
und die GeoDRM (Digital Rights Management) Working Group. Die University WG
entstand aus dem Wunsch der über 80 Universitäten und
Forschungseinrichtungen im OGC, ihre Energie auf die Interoperabilität in
diesen Gebieten zu fokussieren. Die GeoDRM WG formiert sich, um sicher zu
stellen, dass breitere standard-basierte Industrielösungen zum Digital
Rights Management (DRM) mit den OGC Web Services kompatibel sind.
Transaktionsbasiertes DRM ist absolut notwendig, um die Dienstequalitäten im
Bereich Lizensierung, Authentifizierung, Bepreisung etc. zu erreichen,
welche für ein effektives Agieren auf dem "Geo-Marktplatz" erforderlich
sind.
Aus der aktuellen Arbeit am OGC Web Services 1.2 Testbett resultieren die
folgenden Dokumente (Status: Discussion Paper), welche demnächst auf der
OGC-Website abrufbar sind:
OWS 1.2 image handling requirements
OWS 1.2 Image Handling Architecture
OWS 1.2 Image Handling Design
Das Technical Committee hat eine Empfehlung der OGC Coordinate Reference
System (CRS) WG angenommen, den OGC Topic 2 "Abstract Specification" zu
überarbeiten und ein aktualisiertes UML-Modell an ISO TC 211 weiter zu
geben, da eine Aktualisierung von ISO 19111:2003 geplant ist. Diese Aktion
konsolidiert alle relevanten Änderungen für die synchrone Aktualisierung von
19111 und OGC. Shell Oil führt Redaktion im Auftrag von OGC und ISO.
Ein Diskussionspapier der Decision Support WG bezüglich "Geographic Objects
(GO-1) Application Objects Discussion Paper wurde als OGC Recommendation
Paper angenommen. Wiewohl keine offizielle Spezifikation, hebt diese Aktion
doch das GO-1 Dokument in den Rang einer offiziellen OGC-Position.
Das erste OGC Plugfest bedeutet einen wichtigen Meilenstein hinsichtlich
Geo-Interoperabilität. Dabei wurden Installationen mehrerer Hersteller
aufgebaut, um den wechselseitigen Zugriff über Web Map Service (WMS) und Web
Feature Service (WFS) auf die jeweils anderen Server zu demonstrieren. Das
Plugfest war ein voller Erfolg, und man war sich einig, dass künftig weitere
Plugfests organisiert werden sollen.
Mai 2004
rasdaman präsentiert auf dem 55. Berg- und Hüttenmännischem nag Freiberg
Zum 55. Mal findet am 18. Juni an der Bergakademie Freiberg der
Berg- und Hüttenmännische Tag
statt. In dieser Veranstaltung werden vor allem Ergebnisse und Erfahrungen
bei geowissenschaftlichen Anwendungen von Geographischen Informationssystemen
und weitergehende Anforderungen an geowissenschaftliche Informationssysteme
aus der Praxis vorgestellt, die neue Entwicklungen in der Geoinformatik
begründen. Das Kolloquium will dazu beitragen, Wissen und praktische Erfahrungen
unter den Anwendern und Entwicklern der Systeme auszutauschen, aber auch Neulingen
einen Einstieg in die Problematik ermöglichen.
In seinem Vortrag präsentiert Dr. Baumann den Stand der Technik in
Geo-Rasterdatenbanken und zeigt die Potenziale von 3D- und 4D-Rasterdaten auf.
Illustriert wird die Präsentation durch eine Live-Demo mit 2D-, 3D- und 4D-Rasterdaten.
Mai 2004
Vattenfall Europe Mining AG entscheidet sich für rasdaman
Vattenfall Europe Mining ist das Bergbauunternehmen in der Vattenfall Europe
Gruppe mit Betriebsstätten im Land Brandenburg und im Freistaat Sachsen.
Mehr als 56 Millionen Tonnen Braunkohle werden jährlich in den Tagebauen der
Förderräume Cottbus, Welzow-Süd und Nochten abgebaut. Vor wenigen Tagen
wurde der rasdaman-Server für die Versorgung mit ständig aktualisiertem
Kartenmaterial in Betrieb genommen. Die Entscheidung zu Gunsten von rasdaman
fiel nach einer Ausschreibung und einer darauffolgenden ausführlichen
Testperiode unter Einbeziehung aller Beteiligten, insbesondere auch der
Anwender.
Für die Steuerung des Betriebs ist für Vattenfall Europe Mining jederzeit
verfügbare, aktuelle und exakte Geoinformation unabdingbar - vom Büro in der
Zentrale bis zum Leitstand auf den Förderbrücken. Luftbilder, Höhendaten und
gescannte Risswerke spielen dabei eine Rolle. Im 14-tägigen Rhythmus werden
mit Befliegungen aktuelle Daten gewonnen und in die rasdaman-Datenbank
gespeichert. Per Mausklick können die Nutzer daraus sofort und punktgenau
aktuelle Lageinformation über das gesamte Tagebaugebiet abrufen.
Zusätzlich zur Web-Navigation lassen sich hochaufgelöste Detailkarten
jederzeit in Druckqualität exportieren. Neben dem Browser-Frontend rasgeo
findet der Client eines Drittanbieters für den Datenzugriff Verwendung,
gekoppelt über die offene, standardkonforme Web Map Service (WMS)
Schnittstelle von rasdaman. "Wir werden nicht müde zu betonen" bewertet
Obersteiger Kowar, "dass rasdaman als Raster-Server für unsere Zwecke
hervorragend geeignet ist."
Praktisch jeder, der raumbezogenen Fragestellungen nachgeht, könnte ein
Plädoyer für Datenaustausch und Daten/Dienste-Interoperabilität abgeben. Wie
aber untersucht man die Wirkung, die von der Erzeugung dieses Stücks
Informations-Infrastruktur ausgeht? Wie lassen sich Kosten und Nutzen
quantifizieren, wie der Return on Investment (RoI)? Dieser Aufgabe stellte
sich die Framework Definition Support (FDS) Working Group der Infrastructure
for Spatial Information in Europe (INSPIRE).
Die Gruppe aus 35 Beitragenden
und mehreren Dutzend Interessensvertretern hat unter Mitwirkung von Max
Craglia (Sheffield University, UK) einen
Bericht
zusammengestellt, der exakt
diese Fragen im Kontext einer Geodaten-Infrastruktur für die Europäische
Union beantwortet. Das online verfügbare Dokument enthält eine interessante
Vorgehensweise zur Untesuchung dieser Fragen und kommt zu einigen
aufschlußreichen Ergebnissen.
[Quelle: A. Schutzberg, in: OGC User, March 2004; Übersetzung: rasdaman]
Einstein meinte, wir würden nur etwa 10% unseres geistigen Potenzials
nutzen. Es steht zu befürchten, dass es mit dem Wissen der Menschheit
ähnlich aussieht. Ein unbekanntes, sicher hohes Volumen an Daten wartet
weltweit darauf, ans Tageslicht gebracht und nutzbar gemacht zu werden.
Hier setzt die Arbeit von CODATA (Committee on Data for Science and
Technology) an. Durch den weltweiten Austausch über
wissenschaftlich/technische Daten sowie durch Weiterentwicklung und
Austausch von Wissen über Daten und diesbezüglich laufenden Aktivitäten
werden Wissenschaft und Technik gefördert. CODATA befaßt sich mit sämtlichen
Datenkategorien - Meßdaten, Beobachtungen und Berechnungen - aus allen
Feldern, etwa Physik, Biologie, Geologie, Astronomie, Umweltforschung,
Maschinenbau. Besondere Aufmerksamkeit gilt den übergreifenden Problemen der
Datenhaltung und der domänen-übergreifenden Datennutzung.
Das vor 33 Jahren gegründete interdisziplinäre wissenschaftliche Kommittee
deckt heute 33 Länder und 14 internationale wissenschaftliche Vereinigungen
ab. Formal ist CODATA dem International Council for Science (ICSU)
zugeordnet. ICSU arbeitet an der Verbesserung von Qualität, Verläßlichkeit,
Management und Zugreifbarkeit wichtiger Daten in allen Feldern von
Wissenschaft und Technik. Zu den Tätigkeiten von CODATA zählen u.a. Task
Groups, Symposien, nationale Aktivitäten und Kooperationen.
Derzeit erfolgt der Aufbau der deutschen Sektion von CODATA unter
Federführung von Herrn Horst Kremers, Berlin. Dr. Baumann arbeitet als
Gründungsmitglied aktiv in CODATA, um als Datenmanagement-Spezialist die
Belange der Datennutzer noch besser zu durchdringen und gleichzeitig eigene
Erfahrung einzubringen.
Mit Beginn 1. April 2004 ist Dr. Peter Baumann, Gründer und Geschäftsführer von rasdaman GmbH,
Lehrbeauftragter an der Universität der Bundeswehr München. In den Vorlesungen stellt er
insbesondere den wissenschaftlichen Stand der Technik im Bereich Raster-Datenbanken vor.
Die Universität der Bundeswehr ist bereits über Prof. Teege an Forschungsaktivitäten
im Bereich Geodaten-Infrastrukturen beteiligt. Die Aufnahme von Dr. Baumann erfolgte
vor dem Hintergrund zahlreicher internationaler Publikationen und Vorträge.
März 2004
US-Behörde NIMA attestiert rasdaman "most favorable tool"
Mit dem Pathfinder-Projekt AILT (Airborne
Information Library Tools) hat die US-Behörde NGA
(National Geospatial-Intelligence Agency, früher NIMA) in 2003 eine
umfangreiche Auswertung von Werkzeugen für flexiblen Zugriff auf große
Volumina von Fernerkundungsdaten vorgenommen. Kürzlich wurden die
Ergebnisse freigegeben. Der Raster-Server rasdaman - einziger Nicht-US-Teilnehmer
- erhielt dabei die bestmögliche Wertung "most favorable (full red
ball)" für seine Datenmanagement-Dienste.
Die Bewertung basiert auf einer aufwändigen
Prüfung jedes Werkzeugs. Nach einer Vorselektion der Bewerbungen erfolgte
zuerst ein "Functional Crosswalk" zur Prüfung der angebotenen Funktionalität.
Danach fand ein "Technical Crosswalk" statt, bei dem 16 Experten verschiedener
Fachrichtungen selbst mit jedem Produkt arbeiteten. Für die 10 Endrunden-Produkte
wurden die Benotungen an Hand standardisierter Kriterien und statistischer
Methoden ermittelt. Durchgeführt werden die Pathfinder-Projekte von
der NIMA im Auftrag und zur Unterstützung des US-Militärs, um
Schlüsseltechnologien im Bereich Bild- und Geoinformation zu identifizieren
und evaluieren.
Der Web Map Service (WMS) des Open GIS
Consortiums (OGC) wird von Herstellern
und Dienstebetreibern gleichermassen angenommen. Kein Wunder, erlaubt er
doch erstmalig den wirklich produktübergreifenden Zugriff auf Geodaten,
ggf. sogar über mehrere Server hinweg ("kaskadierender Dienst"). Das
"Web" im WMS sollte man dabei nicht zu eng sehen - auch als Schnittstelle
für Inhouse-Abteilungsserver bewährt sich WMS. Obwohl hauptsächlich
zur Navigation gedacht, hat WMS-Technologie auch bei Massendaten keine
Probleme - aus rasdaman wurden via WMS bereits ein über 600 GB großes
Luftbild extrahiert. Als "vendor-specific extension" kann zusätzliche
Funktionalität angeboten werden; so erlaubt etwa der der rasgeo-Client
von rasdaman zusätzlich die Einbindung von Höhenmodellen mit
benutzerdefinierten gefärbten Höhenstufen.
WMS-Server und -Clients gibt es sowohl
als kommerzielle wie auch als Open-Source-Varianten. Typischerweise hat
jede Implementierung ihre speziellen Schwerpunkte, bei Clients etwa "lightweight"
versus umfassende Web-GIS-Funktionalität - und leider auch manchmal
versus Handhabbarkeit. Hier eine Sammlung von kostenfreien WMS-Clients
(sicher nicht vollständig, und wir freuen uns auf Hinweise zu weiteren);
eine Liste WMS-kompatibler Software findet sich unter http://www.opengis.org/resources/?page=products.
Eine weitere ArcView3-Extension wurde am MIT
entwickelt, existiert allerdings nur für die mittlerweile veraltete
WMS-Version 1.0.0 (Kontakt auf Anfrage).
Die neue Version 2.0 von rasgeo erweitert
die Geo-Schale zu einem vollen eCommerce-Web-GIS (Screenshot Navigation
und Bestellung).
Damit unterstützt die rasdaman-Suite durchgängig die automatisierte
Abwicklung des Web-basierten Geodatenvertriebs, von der Bereitstellung
durch den Anbieter über die komfortable Suche und Produktzusammenstellung
bis zu Bestellung, Bezahlung und Auslieferung. Intern nutzt rasgeo die
WMS-Schnittstelle von rasdaman, welche wahlweise freigeschaltet werden
kann, um den Zugriff durch Drittprodukte zu gestatten.
Bei einer Vorabpräsentation der neuen
Version im Februar in Paris vor einer Gruppe internationaler Experten bestätigten
diese einhellig die hervorragende Eignung für den Web-basierten Geodatenvertrieb;
besonders gelobt wurden Performance und Handhabbarkeit von rasdaman/rasgeo.
Wichtige Merkmale von rasgeo 2.0 sind:
Karten-Navigation, -Bestellung und -Download
mit Standard-Browser ohne Plugin etc.
direkte Interaktion mit Zoom ("Box",
"toPoint"), Pan ("Hand"), Koordinateneingabe etc.
Das Forschungs-Informationssystem zum Verkehrsmanagement
TTM-Line (Traffic and Transportation Management online) ist nach kompletter
Überarbeitung durch die rasdaman GmbH wieder im Internet verfügbar.
Die Internetadresse lautet www.ttm-line.de.
TTM-Line informiert über das Feld
der Verkehrssystemforschung, gegliedert nach Forschungsarbeiten, Projekten,
Forschungsprogrammen und Institutionen. Die Informationen wurden von Experten
systematisch erfasst, strukturiert und unter praktischen Gesichtspunkten
bewertet.
Die technische Realisierung von TTM-Line
erfolgte durch die rasdaman GmbH München auf Basis des Web Content
Management Systems (WCMS) rasdaman fastFind, welches auch die Metadaten-Suchmaschine
in rasgeo bildet. Basis dieser innovativen Technologie ist die bei FORWISS
/ TU München entwickelte Hypermedia Modellierungstechnik HMT, mit
der eine nutzergesteuerte, semantikbasierte Strukturierung von Web-Angeboten
erreicht wird.
Ohne Zusatzkosten unterstützt ArcGIS
Desktop den Zugriff auf 2D-Rasterkarten, welche in rasdaman-Datenbanken
abgelegt sind. Der Zugriff geschieht über die vom Open GIS Consortium
(OGC) standardisierte Web Map Server (WMS) Schnittstelle Version 1.1.
Dazu stellen die ESRI Geoinformatik GmbH
und die con terra GmbH eine WMS-Erweiterung für ArcGIS Desktop zur
Verfügung. Die Bereitstellung dieser deutschsprachigen Erweiterung
erfolgt als kostenfreier Download über die Web-Seiten der Unternehmen.
Zu den Funktionen, die damit in ArcGIS
Desktop bereitstehen, zählen laut Hersteller u.a. Ansprache eines
WMS über Server-URL und Servicename, Integration des WMS in ArcMap
als Rasterdatenquelle, automatische Aktualisierung des Kartenbilds bei
Zoom- und Pan-Operationen sowie Möglichkeit zum Ein- und Ausblenden
einzelner Layer eines WMS.
Mit der Erweiterung können rasdaman-WMS-Dienste
direkt in ArcView, ArcEditor und ArcInfo genutzt und mit anderen Internet-Angeboten
oder lokalen Daten kombiniert werden.
Quelle für die zitierten ArcGIS-Eigenschaften:
Pressemitteilung, ESRI Geoinformatik GmbH)
Als aktuelle Version wurde in diesem Herbst
rasdaman 5.2 freigegeben. Version 5.2 konsolidiert die vorangegangenen
Revisionen 5.1 B, C und D. Verbesserungen und Erweiterungen betreffen insbesondere
WMS-Servlet, Java-API sowie Import und Export. Der Import wurde speziell
optimiert für Rechner mit geringen Ressourcen. Zu den neuen Tools
zählt automatische Datenbankbefüllung und ein Kommandozeilen-
Anfrageprozessor. Aktualisierung von Karten kann jetzt mit beliebig feiner
Granularität erfolgen - bis zu beliebig geformten Arealen in einzelnen
TK-Layern.
Version 5.2 unterstützt die Datenbankplattformen
Oracle, IBM DB2 und IBM Informix, welche sämtlich bei Kunden im Einsatz
sind. So läuft beispielsweise der rasdaman-Server des Landesvermessungsamts
Thüringen auf Oracle, derjenige des Landesbetriebs Geoinformation
Brandenburg auf Informix, und das Polytechnikum St. Petersburg nutzt DB2.
Autorisierte Partner können die neue
Version ab sofort abrufen.
November 2003
Die Schmunzel-Ecke: der Umgang mit dem Mitbewerber
Auch der Weltmarktführer ESRI hat
zwischenzeitlich von rasdaman offiziell Notiz genommen. Hier zum allgemeinen
Schmunzeln seine "Stellungnahme", publiziert als arcaktuell-Leitartikel:
Rastamen, immer wieder war die Rede
von ihnen. Irgendwo hier muss eine Band aus der Karibik auftreten. Das
müssen sie sein! Sonntagmittag in Seaport Village, dem
kleinen Vergnügungsviertel am Hafen, spielte eine fetzige Reaggie-band
- fünf Rastamen - so mitreißend auf, dass alle Umstehenden die
Hüften schwangen. Auch eine ziemlich alte Dame konnte sich nicht mehr
still halten. Trotz ihrer offensichtlichen Gehbehinderung schubste sie
ihren Partner mit großem Vergnügen zu den heißen Rhythmen
über die Tanzfläche. Es störte ihre Freude nicht im geringsten,
dass ihr Partner eine vierrädrige Gehhilfe war, Lebensfreude pur. Was sie wohl nie erfahren wird: Mit
Rastamen war RasDaMan gemeint. Und da geht es um einen Rasterdatenmanager
- wie prosaisch..."
(Quelle: arcaktuell 3/2002)
Auch eine Art mit Mitbewerbern umzugehen,
bei denen man den Technologievergleich scheut... ;-)
Auf seinem letzten Treffen in Segovia hat
das Open GIS Consortium (OGC) seiner
Familie von Geoservice-Standards einen neue wichtige Komponente hinzugefügt.
Der in Segovia verabschiedete Web Coverage Service 1.0.0 (WCS; OGC-Dokument
Nr. 03-065r6) normiert den Zugriff auf große, multidimensionale Rasterarchive.
(Prinzipiell ist der Begriff "Coverage" weiter gefasst, jedoch fokussiert
WCS derzeit auf Raster.)
Ein WCS-Request liefert die selektierten
Rasterdaten zusammen mit detaillierten Beschreibungen, erlaubt komplexe
Anfragen und liefert die Daten mit ihrer ursprünglichen Semantik,
also bereit zur Weiterverarbeitung. Damit steht WCS neben den "Geschwisterstandards"
Web Feature Service (WFS) und Web Map Service (WMS): WFS unterstützt
Retrieval auf Vektorgeometrie, WCS hingegen auf Rastern; beide erlauben
clientseitig die semantik-gerechte Weiterverarbeitung. WMS hingegen kombiniert
Vektor- und Rasterdaten zu einem statischen Kartenbild und ist damit spezialisiert
auf die graphische Darstellung, etwa zur Beauskunftung.
Eine Reihe der besten Experten weltweit
haben lange und hart am WCS gearbeitet", kommentiert Dr. Peter Baumann.
"Es war ein großer Gewinn, mit ihnen zusammenarbeiten zu dürfen."
Bereits früher hatte die DLR mit einer Implementierung des Prototyp-Standards
WCS 0.7 auf Basis von rasdaman einen wichtigen Diskussionsbeitrag geliefert.
Dieser Service ist der weltweit erste, der vollen 3D-Zugriff auf multitemporale
AVHRR-Satellitendaten in einer Datenbank erlaubt.
Erste Zeichen deuten bereits auf eine engagierte
Aufnahme durch die Hersteller. Auch für den rasdaman-Server ist geplant,
eine WCS-Schnittstelle anzubieten. Nochmals Dr. Baumann: "Ziel ist, eine
möglichst große Bandbreite von WCS-kompatiblen Clients und Servern
erhalten, damit Geodaten-Anbieter ihr Angebot optimal konfigurieren können.
Monolithische proprietäre Software ist ganz klar der Dinosaurier der
GIS-Welt - Gegenwart und Zukunft gehört den bedarfsorientiert zusammengeschalteten,
offenen Best-of-Breed-Komponenten."
29./30. Oktober 2003
InGeoForum-Workshop: GI(S) im Katastrophen- und Notfallmanagement
Schnell und richtig reagieren in Notfallsituationen hilft Menschenleben retten.
Am 29. und 30. Oktober kann man sich in Darmstadt über den neuesten Stand der Geo-Technologien
im Katastrophen- und Notfallmanagement kompakt informieren. Organisiert wird dieser Workshop
vom InGeoForum.
InGeoForum versteht sich als Informations- und Kooperationsforum
zwischen Anbietern und Nutzern von Geodaten, Geo-Informations-
systemen (GIS) und Dienstleistungen. Das grundlegende Ziel des
InGeoForum besteht darin, den Geodatenmarkt zu unterstützen und
den Aufbau einer nationalen Infrastruktur für Geodaten zu fördern.
August 2003
neue rasdaman-Version: Kartenimport/export-Dienste verbessert
Die soeben freigegebene neue Version von rasdaman enthält signifikante Verbesserungen
im Bereich Kartendefinition, -import und Dienstesteuerung.
Die Importwerkzeuge wurden komplett überarbeitet und mit neuer Struktur versehen;
zu den neuen Features zählen automatische Typerkennung,
Homogenisierung der Parameter über alle Werkzeuge hinweg, einheitlich strukturierte Fehlermeldungen, etc.
Mit den beiden Werkzeugen initgeo und importgeo lassen sich nunmehr Rasterkarten mit nur zwei Kommandos online bringen.
Zusätzliche wurden Dämonen entwickelt, welche Import und Export vollständig automatisieren:
Festgelegte Verzeichnisse werden permanent überwacht, um alle ankommenden Bilder sofort zu importieren.
Automatisch aktualisierte HTML-Seiten geben jederzeit Aufschluss über den aktuellen Auftragszustand.
Die neue Version ist ab sofort über die bekannten Kanäle beziehbar.
Juli 2003
rasdaman von US-Behörde NIMA als Top-Tool eingestuft
Im Projekt AILT Pathfinder (AILT = Airborne Information Library Tools)
erstellt die US-Behörde NIMA
(National Imagery and Mapping Agency) derzeit eine aufwendige Marktuntersuchung zu
Servertechnologie für grosse Luft/Satellitenbilddaten.
Nachdem rasdaman in der Vorausscheidung
in die Top10 eingereiht wurde, fand am 29. Juli auf dem Gelände von Northrop-Grumman bei Washington, D.C.
als letzte Stufe die eingehende technische Prüfung statt. Spezialisten aus den Bereichen GIS,
Bildverarbeitung, Human-Computer-Interfaces und Software untersuchten rasdaman eingehend hands-on.
Das endgültige Ergebnis wird erst im Herbst freigegeben, jedoch stellte sich bereits
während der Tests heraus, dass die Bewertung durchweg äußerst positiv war.
Damit wird die führende Rolle von rasdaman durch eine der weltweit wichtigsten Institutionen bestätigt.
Das Landratsamt Glauchau beschafft rasdaman zur Luftbilddatenhaltung, mit einer Perspektive
auch für weitere Rasterkarten. Entscheidend waren der enorm günstige Preis, die Leistungsfähigkeit
und insbesondere die Verfügbarkeit von rasdaman auf dem Datenbanksystem IBM DB2, welches in Glauchau
seit langem erfolgreich eingesetzt wird.
Der Auftrag ging an GeoNet GmbH
in Bottrop, einen langjährigen Geschäftspartner. GeoNet übernimmt die Generalunternehmerschaft in
Zusammenarbeit mit rasdaman GmbH.
rasdaman unterstützt seit Jahren bereits die IBM-Datenbank-Plattformen DB2 und Informix.
Beispielsweise ist auf Basis von rasdaman/DB2 eine Datenbank zur genetischen Simulation seit 2001
im Internet zugreifbar. Die Geschäftsbeziehungen zwischn IBM und rasdaman sind nicht neu -
so wurde auf dem IBM GTIS/GFIS User Group Meeting EMEA in 2002 eine Präsentation rasdaman/DB2 von
den Teilnehmern mit sehr grossem Interesse aufgenommen.
Um das Vorgehen zu bündeln und noch besser agieren zu können, wurde jetzt zwischen IBM und
rasdaman GmbH eine formelle Partnerschaft abgeschlossen.
Die soeben freigegebene neue Version von rasdaman enthält signifikante Verbesserungen
in den Java-Diensten und der Serversteuerung.
Die Java-Schnittstelle, rasj, enthält jetzt einstellbare Protokollierung für die Kontrolle bei eigenentwickelten Anwendungen.
Die Java-basierende OGC WMS-Schnittstelle, rasogc, wurde im Antwortzeitverhalten und der Flexibilität verbessert.
Unter anderem erlaubt der WMS-artige Request ReloadCapabilities
das dynamische Neuladen der Capabilities und kann so dynamisch generierte Karten unterstützen.
Die Serversteuerung (rasmgr/rascontrol) gibt ausführlichere Berichte und Meldungen.
Weiterhin wurde der Code in Stellen überarbeitet,
die unter Umständen zu Beeinträchtigungen in der Interaktion führen konnten.
Die neue Version ist ab sofort über die bekannten Kanäle beziehbar.
Mai 2003
Rasdaman GmbH übernimmt Betreuung der rasdaman-Technologie
In eigener Sache: Kunden, Partnern und
Interessierten an der Raster-Server-Technologie rasdaman ist das Unternehmen
Active Knowledge GmbH bekannt. Nach einer Neupositionierung hat zwischenzeitlich
rasdaman GmbH die Betreuung der Technologie übernommen. Geschäftsführer
ist Dr. Peter Baumann, der Erfinder und Architekt von rasdaman.
Bereits mit dem Unternehmensnamen wollen
wir unser volles Commitment zur rasdaman-Technologie unterstreichen“, erläutert
er. „Dabei stehen Vertriebspartnerschaften auf Basis offener Standards
künftig im Zentrum unserer Strategie.“ Partnerschaften sind vor allem
vorgesehen mit Systemintegratoren und Unternehmen mit einem Portfolio im
Bereich Geo-Server oder -Clients. Sie werden mit dem rasdaman-Toolkit in
die Lage versetzt, performante und flexible Gesamtlösungen effizient
und kostensparend anzubieten. Fünf derartige Partnerschaften existieren
bereits, strategisch über Deutschland verteilt, und mehrere weitere
sind in Verhandlung. Anfragen werden gerne entgegengenommen.
Mai 2003
Landesvermessung Thüringen entscheidet sich für rasdaman und WEGA
Als Ergebnis einer öffentlichen Ausschreibung
für ein Rasterdaten-Archiv hat das Landesvermessungsamt Thüringen
den Rasterserver rasdaman zusammen mit dem Beauskunftungs-Client WEGA-MARS
ausgewählt.
Rasdaman speichert die Rasterdaten in einer
Datenbank (hier: Oracle) und ermöglicht einen äusserst performanten
Zugriff auch auf sehr grosse Datenmengen. Die grafische Visualisierung
wird durch den WEGA-Client von M.O.S.S.
realisiert. Der Vertriebspartner von rasdaman GmbH verfügt über
langjähriges Know-how sowie Software für Import, Export und die
Beauskunftung von Raster- und Vektordaten im Intra- und Internet.
In Thüringen besteht die Aufgabe in
der Verwaltung von Digitalen Orthophotos (DOP) und Digitalen Topographischen
Karten (DTK) in den verschiedenen Ma&Szlig;stäben entsprechend
den AdV-Richtlinien. Komfortable Zugriffsmechanismen helfen dem Anwender
bei der Suche nach Plannnamen oder Ortsbezug bis hin zu Strassen- und Hausnummern.
Effektive und anwenderfreundliche Tools stehen für Import, Export
und Navigation der Daten zur Verfügung und lassen somit genügend
Spielraum, um den individuellen Anforderungen der Auftraggeber gerecht
zu werden. Ein wichtiger Vorteil ist der Einsatz einer standardkonformen
Schnittstelle nach dem Standard Web Map Server (WMS) des Open
GIS Consortiums (OGC), in dem der Geschäftsführer der rasdaman
GmbH, Dr. Peter Baumann, aktiv am Rasterstandard mitarbeitet.
Nach einem mehrmaligen Informationsaustausch
hat die US-Behörde NIMA (National Imagery and Mapping Agency) als
Ergebnis einer weltweiten Selektion rasdaman zusammen mit weiteren Kandidaten
zur Präsentation eingeladen. Am 22.5. wird Dr. Peter Baumann, Geschäftsführer
der rasdaman GmbH, Konzepte und Architektur von rasdaman in Ft. Belvoir
nahe Washington, D.C. dem Expertengremium vorstellen. "Es ist eine Ehre
für uns, in diesem Forum rasdaman präsentieren zu dürfen.
Wir hoffen, dadurch noch mehr ins Bewusstsein der Rasterdaten-Anbieter
zu rücken und die Technologieführerschaft von rasdaman zu dokumentieren."
Seit 1996 erfüllt NIMA den offiziellen
Auftrag, zivile und militärische US-Behörden mit aktueller und
genauer Geoinformation zu versorgen, insbesondere gewonnen durch Erdbeobachtung.
Aufgabe des Pathfinder Teams innerhalb NIMA ist es, verfügbare Technologie
für die Aufgaben der NIMA zu lokalisieren und zu bewerten. In diesem
Jahr liegt ein Schwerpunkt auf der Speicherung und Integration von Luftbildern,
unter anderem in das National System for Geospatial Intelligence (NSGI).